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E artige Gruch

E artige Gruch

Dieses Jahr wollte ich mich eigentlich zurückhalten und nicht allzu früh von Herbst-Gefühlen schreiben. Aber es lässt sich nicht vermeiden! Der Herbst hier oben hält - trotz wunderbarem Sommerwetter - Einzug. Seit zwei Wochen lassen wir die Kühe auch tagsüber wieder auf die Weide, damit sie genügend Zeit haben, sich die langsam spärlich werdenden guten Kräuter zusammen zu suchen.

Und sofort riechen die Kühe anders, als wenn sie nur nachts draussen sind. Das mag etwas eigenartig wirken, aber ich liebe diesen Geruch, wenn die Kühe abends von der Weide kommen. Nach Sonne und Herbst halt einfach! Und mit dieser Veränderung schweifen die Gedanken auch erstmals in Richtung Saison-Ende. Wie es sein wird, wieder mal einen ganzen Tag frei einteilen zu können, ohne die festen Strukturen, die die Tiere und die Produktion vorgeben.

Doch diese Gedanken sind nicht unbedingt praktisch, denn sobald das Ende in Sicht kommt, beginnen sich die Wochen zu dehnen und es wird nochmals richtig anstrengend. Vor allem mental. Das kann vielleicht nur verstehen, wer auch mal einen ganzen Sommer z'Bärg war. Da gibt es nur eines: Den Rest noch möglichst geniessen! Denn schon bald wird auch diese schöne Zeit wieder nur noch eine Erinnerung sein.

Herzliche Älpler-Grüsse

Nadja