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Im Auge des Betrachters

Im Auge des Betrachters

Vom Winde verweht, vom Regen durchnässt, von der Wärme geschmolzen und vom Neuschnee erdrückt – der diesjährige Schnee macht ganz schön was mit und mit ihm wir alle! So bringt dieser Winter immer wieder Überraschungen mit sich. Für uns heisst das: Positiv bleiben, auch wenn uns ein erneuter Regenschauer bis über alle Berge sehr zu Herzen geht.

Der Wetterbericht hat meist recht und wir können uns jeweils bereits im Vorfeld darauf einstellen, dass es wohl auch bei uns oben regnen wird. Wenn es aber soweit ist, erschüttert es mich trotzdem immer wieder, wie trostlos alles aussieht. Und doch, erschafft die Natur wunderschöne Dinge. Meterhohe, eindrückliche Schneewände entlang der Sparenmoosstrasse, skurrile Schneeansammlungen hinter der Hütte, hunderte kleine Eiszapfen am Wegesrand. Wie sagt man so schön: Alles liegt im Auge des Betrachters.

Es ist nämlich auch nie gemütlicher bei einem Fondue in der warmen Rundholzstube zu sitzen als wenn draussen der Wintersturm tobt. Auf dem Rückweg fühlt man sich dann frei, fast schon übermütig und meist stolz, den Elementen getrotzt zu haben – was vielleicht auch ein wenig auf den Appenzeller als Digestif zurückzuführen ist.

Und es gibt einen weiteren kleinen Vorteil, wenn das Wetter eine Weile nicht wirklich mitgespielt hat: Wenn die Sonne dann zum Vorschein kommt, erscheint einem die Welt unvergleichlich schön und farbig. Freuen wir uns auf den Moment, wenn es wieder soweit ist.

Grundsätzlich dürfen wir uns sowieso nicht beklagen. Bereits haben uns viele Gruppen, Einheimische, Touristen und Freunde besucht. Das freut uns unheimlich und ermuntert uns, auch weiterhin innovativ zu sein. MERCI!

Herzliche Grüsse, Nadja Santschi